Router (NAT, Portweiterleitung, Firewall)

Falsch konfigurierte Router können mit der integrierten Firewall zusammen folgende Probleme verursachen:

  • Eingehende Anrufe sind nicht möglich (kein Klingeln, Rufnummer nicht erreichbar, Dauerbesetzt, etc.)
  • Eingehende Anrufe sind nur temporär möglich
  • Mit einigen VoIP Provider können Sie telefonieren, mit anderen nicht
  • Falsche Anmeldung des VoIP Gerätes bei sipcall
  • Einseitige Kommunikation (Ihr Gegenüber hört Sie, Sie hören jedoch nichts)
  • Probleme bei mehr als einem VoIP Telefon
  • Sie hören kein Klingelzeichen
  • Das Telefongespräch bricht nach ca. 7 Sekunden oder 7 Minuten ab
  • Abgehackte oder verzerrte Sprache (mangelnde Bandbreite ohne QoS und Bandbreitenmanagement)

Diese Probleme sind an die VoIP-, NAT- und Firewall-Fähigkeit Ihres Routers gebunden. Beim Kauf eines Routers sollten Sie grossen Wert auf die VoIP Unterstützung und das Bandbreitenmanagement eines Routers in Bezug auf das SIP und das RTP Protokoll legen.

Bei "älteren", aber guten Modellen sollte ein Firmwareupdate ausreichen. Sollte es danach immer noch nicht funktionieren, sollten Sie folgende 5 Punkte versuchen:

  1. Port forwarding
    a) Vergeben Sie feste IP Adressen (bei Modellen, welche Ihre Clients bei automatischer IP Adressvergabe über DHCP nicht über die MAC Adresse ansprechen können)
    b) Richten Sie ein Port forwarding für Port 5060 UDP auf die IP / MAC Adresse Ihres VoIP Geräts ein. Dadurch beheben Sie meistens die Klingel-Problematik (es läutet schon mal bei Ihnen)

  2. Firewall
    a) Öffnen Sie alle Ports >1024 UDP für Ihr VoIP-Gerät bzw. die der RTP Ports, welche Ihr Gerät / Ihre Software verwendet oder
    b) Plazieren Sie das VoIP Gerät in der DMZ Ihrer Firewall. Dadurch hören Sie das Rufzeichen oder die Sprache an Ihrem Telefon

  3. STUN Server
    Richten Sie bei sipcall keinen STUN Server ein. sipcall verwendet einen eigenständigen Mechanismus. Sollten Sie eine spezielle PBX verwenden, welche einen STUN
    Server zwingendst benötigt, so wenden Sie sich an unseren Support (Tickets eröffnen) und verwenden Sie keinen fremden STUN Server. Gerne helfen wir Ihnen weiter.

  4. UPnP
    Sie können sich bei modernen, hochwertigen Geräten viele Unannehmlichkeiten sparen, wenn Sie UPnP auf dem Router aktivieren, sofern Router und VoIP Gerät UPnP unterstützen.

  5. SIP ALG
    Falls vorhanden SIP ALG (Application Layer Gateway) deaktivieren. Vorallem bei den Zyxel 2602 und 2302 führt diese Funktion zu einer einseitigen Kommunikation.



Sollten Sie bei älteren oder nicht VoIP-tauglichen Routern für Ihre Clients feste IP Adressen vergeben müssen, können Sie Ihr privates Netz z.B. wie folgt konfigurieren:

  • Endgeräte erhalten eine statische IP innerhalb des gleichen Subnetzes des Routers (aber ausserhalb des DHCP-Ranges)
  • Weiterleitung der Ports 5060 UDP auf diese statische IP des VoIP Endgerätes
  • VoIP Endgerät in der DMZ der Firewall plazieren (oder Ports >1024 UDP öffnen)
 

Einfaches praktisches Beispiel:
- Subnetz: 192.168.1.0
- Gemeinsame Maske: 255.255.255.0
- IP des Routers für das interne Netz: 192.168.1.1
- DHCP-Range durch den Router: 192.168.1.2 - 192.168.1.30
- Mögliche statische IP Adressen des VoIP Gerätes: 192.168.1.31 - 192.168.1.254
- Ports 1024-65535 UDP für die statische IP Adresse des VoIP Endgerätes freigeben

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